Übersichtskarte

Montag, 06.07.2015

Irgendwie habe ich das Ende verpasst

Ich habe jetzt vor über zwei Monaten Neuseeland verlassen und es irgendwie nie geschafft meinen Blog zu beenden, eigentlich hatte ich auch noch einen Eintrag über unseren Roadtrip um die Coromandel-Halbinsel angefangen, aber auch diesem habe ich nie beendet :/ 

Inzwischen bin ich auf jeden Fall schon wieder in Dänemark, wo ich für ein paar Monate lebe.

Also meine Zeit in Neuseeland war wirklich unbeschreiblich!

Nur den Rückflug hätte ich wirklich gerne übersprungen, seitdem ist meine Flugangst entgültig vorhanden, an sich verlief auch alles ohne große Probleme, es war einfach nur zu lang :D

Ich danke auf jeden Fall allen, die diese Zeit am anderen Ende der Welt so unglaubich gemacht haben und werde für immer großartige Erinnerungen daran behalten!

Mittwoch, 22.04.2015

Mein letzte Mal WWOOFing

 

Nun ging es also noch einmal zum WWOOFing, ich war zugegeben nicht sonderlich motiviert, zumal die letzten beiden Male ja nicht sonderlich gut waren. Wir checkten also morgens um halb 10 im Hostel aus und warteten auf Vikki, die Besitzerin der Farm, sie wollte uns nämlich so um halb 10 direkt beim Hostel abholen. Also warteten wir.. Um 11 riefen wir sie mal an, der Anrufbeantworter ging ran. Um halb zwei versuchten wir es erneut, dieses Mal hatten wir Glück, sie nahm ab und versprach in einer halben Stunde da zu sein. Sie hatte uns komplett vergessen, weil eines ihrer Kälbchen in ein Abwasserrohr im Graben gefallen ist und nicht mehr alleine herauskam. Das Kälbchen konnte dann nicht mehr aufstehen und wir haben es die folgenden Tage intensiv gepflegt, schließlich stand sie dann auch wieder auf und tobt nun mit ihrer Mama auf der Wiese.

Unser verletztes Kälbchen

Nun aber weiter im Geschehen. Vikki holte uns dann irgendwann ab und wir fuhren mit ihr zum Baumarkt und Holz zu kaufen, sie renoviert momentan ihr komplettes Haus. Irgendwann kamen wir dann bei ihr an und bezogen unser gemütliches Zimmer, das Haus war auch durch die Renovierung ziemlich unordentlich, aber trotzdem tausend Mal sauberer als in Kaikoura. Vikki war zum Glück auch ganz nett und ich war ziemlich erleichtert!

Unsere Gänse Sugar und Ady oder so

Wir guckten uns dann ein bisschen die Farm an und dann gab es auch schon bald Abendessen. Meist bestand dies aus viel Gemüse (sie hat einen großen Gemüsegarten) und selbst geschlachteten Tieren. Danach sind wir ins Bett gegangen.

Die nächsten beiden Wochen verbrachten wir dann damit bei allem Möglichen auf und rund um den Hof zu helfen. Wir misteten also quasi jeden Tag die Boxen aus, fütterten das Schwein und kochten Abendessen. Außerdem durften wir einige Male Kühe von A nach B treiben. Manchmal über die Straße, wobei wir gleichzeitig  Autos anhalten und Kühe in die richtige Richtung lenken mussten und so einige Male trieben wir auch so einige Kühe und auch junge Bullen von einer Weide auf die andere, hierbei saßen wir dann auf unseren Pferden, welche wir jeden Tag reiten sollten und spielten Cowboys. Es war ziemlich cool!

Das Schweinchen Sugar und Fohlen Ruby

Mein Pferd hieß Suzy und war erst 4 ½ Jahre alt, aber an sich kamen wir ziemlich gut miteinander klar. Am letzten Tag sind wir sogar alle zusammen zum Strand geritten und dort auch galoppiert. Normalerweise war Suzy eher langsam, aber dort lief sie zum Glück so schnell wie sie konnte. Danach waren wir dann noch ein bisschen mit den Pferden im Fluss. Beides war unvergesslich, schade, dass ich dies so bald nicht wieder erleben kann.

Scarlett wälzt sich Im Fluss

Nach einer Woche Farmaufenthalt kam dann auch noch Moritz dazu, er war vorher schon einmal bei Vikki gewesen und wollte nun noch einmal eine Weile bleiben.

Wir lernten generell so einige Leute kennen. Unter anderem Ray, er ist schon 81 und macht so ziemlich alles in der ganzen Umgebung, meist wird er als Tierarzt eingesetzt, aber manchmal hilft er auch dabei die Bäume auf der Auffahrt zurück zu schneiden.

Lagerfeuer

Wir halfen natürlich auch bei der Renovierung des Hauses unter anderem strichen wir das Wohnzimmer und einmal wollte Vikki zu Hans, ja er ist auch Deutscher, fahren. Er hat eine Holzwerkstatt und wir brauchten Fußleisten und Kanten für die Decken, also fragten wir ihn um Hilfe und er erlaubte uns seine Maschinen zu benutzen. Also sägten, schliffen, reinigten, schnitten und frästen wir das Holz und nach einem halben Tag Arbeit hatten wir nahezu perfektes Holz, mal abgesehen von den Holzwürmerspuren. Es hat wirklich Spaß gemacht und ich habe mich auch gar nicht so dumm angestellt.

Eigentlich erlebten wir noch viel, viel mehr. Wir retteten zum Beispiel die superliebe Honey und ihr 4 kleinen Welpen von einem alkoholabhängigen Typen, der die Hunde wegschmeißen wollte, fingen ein ausgebrochenes Kälbchen wieder ein, putzen Pferde und entfernten die nervigen Fliegeneier aus deren Fell, backten einen Kuchen, Kekse und sonstiges Zeug und natürlich halfen wir auch in Vikkis Gemüsegarten und wurden dabei von tausenden Kakerlaken attackiert.

Dieses WWOOFing hat mir also noch einmal so viel gebracht und ich habe gefühlt tausende neue Dinge erlebt, gesehen und gelernt!

 

Kuchen backen Mein 2 Tage zu spät und selbstgebackenen Geburtstagskuchen

Sonntag, 19.04.2015

Whangarei

Etwas verspätet lade ich dann auch meinen Blogeintrag aus Whangarei hoch, aber ich hatte ja beim WWOOFing auch kein Internet.

Also vom 30.03 - 04.04 waren wir in Whangarei, der einzigen richtigen Stadt im Northland. Wir hatten sie eigentlich nur als Zwischenstopp vorm WWOOFing eingeplant, da wir nicht die ganzen 10 Tage in Paihia verbringen wollten, allerdings stellte sich heraus, dass es in Whangarei mehr zu entdecken gibt als erwartet. Anstatt wie geplant nicht viel zu machen und uns vor unserem Farmaufenthalt noch ein paar Tage auszuruhen, haben wir jeden Tag etwas unternommen!

Unser Hostel

Der erste Tag wurde genutzt, um die Stadt ein wenige besser zu erkunden. Wir schlenderten also auf der Suche nach ersten Souvenirs durch die Geschäfte und gingen später noch einkaufen.

Mittwoch ging dann unser straffes Programm los: Am Morgen beschlossen wir das Clock Museum zu besuchen, klingt nicht besonders spannend, aber uns wurde gesagt, dass es wirklich gut sein soll. Das Museum bestand aus einem Raum mit vielen Uhren an den Wänden, auf Tischen und einfach überall. Ich hätte echt nicht gedacht, dass es so viele verschiedene und verrückte Uhren gibt.

Clock Museum

Am frühen Nachmittag hat Peter, der Hostelbesitzer, uns ins „Bird Recovery Center“ gefahren, dieses wird unter anderem von einem Bekannten, Robert, geleitet. Durch Peters Kontakte hatten wir dann die Möglichkeit einen Kiwi  zu sehen und auch zu streicheln. Zuerst zeigte Robert uns ein Kiwi-Küken, es war so klein und liebte es im Nacken gekrault zu werden. Dann zeigte er uns Sparky, ein 16 Jahre alter Kiwi (Kiwis werden ungefähr 30-40 Jahre alt). Sparky wurde vor einigen Jahren vom Auto angfahren und hat seitdem nur noch ein Bein, also zog er in das Recovery Center ein. Er ist inzwischen wirklich gut an Menschen gewöhnt und begleitet Robert regelmäßig in die Schule. Ist der Weg mal ein bisschen weiter, dann dürfen die beiden kostenlos mit dem Flugzeug fliegen, natürlich sitzt Sparky dann in einer Transportbox auf Roberts Schoß. Wir konnten dann auch zusehen wir Kiwis auf Würmersuche gehen, sie stecken dazu einfach ihren langen Schnabel in die Erde und riechen, mit der an der Spitze befindenden Nase, nach Würmern, so harren sie ca. 30 Sekunden aus und wenn sie nichts finden, dann versuchen sie es an einer anderen Stelle.

Kiwi Baby Sparky Sparky sucht Würmer

Neben den Kiwis gabe es im Center auch noch eine Ruru- Eule, einige Tauben, zwei Tui Vögel und einen Falken.

Tuis sind dafür bekannt, dass sie in der Natur die Stimmen anderer Vögel imitieren, die im Recovery Center konnten jedoch auch die der Menschen nachmachen. So texteten sie uns fast durchgehend mit: „I’ve got a cold; Tui; Come on; Give me a kiss“ zu. Auf der Terasse wartete dann noch ein Falke auf uns, dieser wurde vom Auto angefahren und konnter zuerste weder laufen noch stehen, inziwschen geht es ihm aber wieder deutlich besser und in ca. 3 Wochen wird er wieder ausgewildert.

Der Besuch hat sich echt gelohnt und letztendlich müssen wir Neuseeland dann auch nicht verlassen, ohne einen Kiwi gesehen zu haben!

Am Abend sind Phili und ich dann noch ins Kino gegangen und haben uns ‚Cinderella‘ angegeguckt.

 

Donnerstag sind wir mit dem Bus zu den Wasserfällen gefahren, keine Ahnung, ob sie einen offiziellen Namen haben. Auf jeden Fall sollen dies die am häufigsten fotografierten Wasserfälle in Neuseeland sein, aber nicht die schönsten. Sie gefielen uns aber trotzdem ganz gut und wir liefen dann ein bisschen durch den Wald. Mittendrin standen dann auch noch zwei alte Kauribäume.

Am Abend haben wir dann noch Phillip im Hostel getroffen, er war auch schon in Paihia im selben Hostel wie wir. Da er beschloss morgen zu den Abbey Caves zu wandern und uns erzählte, dass sie wirklich toll sein sollen, beschlossen wir schließlich zusammen dorthin zu laufen. Eigentlich hatten wir schon entschieden, dass uns 9km zu weit sind und wir waren ja auch schon in den Gloworm Caves, aber wir wollten auch nichts verpassen.

Ein bisschen unmotiviert war Phili zwar noch, aber alleine wollte sie auch nicht im Hostel bleiben, also zogen wir am Freitag gemeinsam los zu den Höhlen, welche übrigens kostenlos und vollkommen selbstständig zu erforschen sind. Am Eingang stand ein Schild, dass man sie nur mit der richtigen Ausrüstung und auch nur dann betreten soll, wenn man erfahren ist. Also kletterten wir zu dritt, barfuß und mit insgesamt zwei Taschenlampen ausgestattet die erste der drei Höhlen hinunter. Der Eingang war bestand aus großen, rutschigen Felsen und wir mussten aufpassen, dass wir nicht in irgendwelche Löcher fallen und verschwinden. Unten angekommen standen wir dann teilweise knietief im Wasser. Die Höhlen waren wirklich beeindruckend, an der Decke befanden sich überall Glühwürmchen, überall lagen große und kleine Steine, über die wir immer wieder klettern mussten, aber es war wirklich spannend und hat sich total gelohnt und wo findet man schon einmal frei zugängliche Höhlen, welche weder überwacht noch beleuchtet oder sonst irgendetwas sind.

Leider wurde es zum Nachmittag hin voller und wir machen uns wieder auf zum 9km entfernten Hostel, allerdings nicht ohne uns unterwegs noch eine Pizza zu holen, schließlich macht Höhlen erforschen hungrig!

 

 

Das war es dann auch schon aus Whangarei, am nächsten Tag ging es weiter zum 30km entfernten WWOOFing.

Sonntag, 29.03.2015

Hoch in den Norden- Paihia

90ty Mile Beach

Letztendlich haben wir es dann auch noch geschafft das Northland, bzw. die Region Bay of Islands zu besuchen. Im Moment sind wir also in Paihia und hier bleiben wir noch bis Montag.

 

Für Donnerstag hatten wir eine Bustour mit „awesome“ zum „90ty Mile Beach“ und zum „Cape Reinga“ gebucht. Die Busgesellschaft stellte sich dann also coole Partytour heraus und als wir in den Bus stiegen wurden wir von lauter Techno-Dancemusik, oder was auch immer, begrüßt. Die anderen Leute im Bus bestanden zu mindestens 90% aus „KiwiExperience“ Teilnehmer, dies ist eine Busgesellschaft, welche Rundreisen in Neuseeland anbietet und sehr dafür bekannt ist, dass Alkohol und Party bei ihnen eine große Rolle spielen. Kurz gesagt, das sind nicht so die Leute mit denen wir in Neuseeland bisher so viel zu tun hatten.

Aber da mussten wir nun durch, brave setzten Phili und ich uns auf unsere Plätze, es waren natürlich keine mehr nebeneinander frei und hörten dem Busfahrer zu, der über Selfies und viel anderes Zeug geredet hat. Irgendwann wurde dann zum Glück die Musik besser.

Nach nur 20 Minuten Fahrt erreichten wir den ersten Stopp des Tages: Ein fast 400m langer Wanderweg durch ein unberührtes und ursprüngliches Waldstück, mittendrin ein mindestens 1500 Jahre alter Kauri-Baum. Eigentlich wurde der Weg für die Queen gebaut, als diese Neuseeland besuchte. Dies kam damals also mit ihrer Limousine angefahren ging 10 Schritte auf diesem Weg, dreht dann wieder um und stieg ins Auto.

90ty Mile Beach

Danach fuhren wir ca. 1 Stunde bis zum 90ty Mile Beach, dieser ist eigentlich nur knapp über 50 Meilen lang, also 90 Kilometer. Der Beach ist auch eigentlich kein Badestrand oder so sondern eine Straße am Meer, also man fährt dort quasi mit 100 km/h auf dem Strand direkt am Wasser.

Unsere Düne

Vom Strand ging es dann direkt zu den daran grenzenden Sanddünen, denn wir wollten Sandboarden, das ist quasi Schlittenfahren im Sand. Das Problem war nur, dass man dazu erst einmal die Spitze der wirklich, wirklich hohen Dünen erklimmen muss und das ist bei dem subtropischen Klima hier ganz schön anstrengend! Aber dann durften wir runterrasen und wir waren ganz schön schnell und sandig. Aber es hat extrem viel Spaß gemacht!

Es geht bergab

Danach sind wir, sandig wie wir waren, wieder in den Bus gestiegen und nach einer kurzen Mittagspause am Strand weiter zum Cape Reinga gefahren, dem nördlichsten Punkt Neuseelands. Zumindest fast, 2km weiter ist noch ein Stück Land welches ein paar Meter länger ist, allerdings kommt man dort nicht mit dem Auto hin. Am Cape Reinga soll man dann auch sehen wir der pazifische Ozean in die Tasman Sea übergeht, aber wir haben das irgendwie nur bedingt erkennen können. Trotzdem war der Ausblick super und das Wetter hat auch mal wieder mitgespielt.

Cape Reinga

 

Danach sind wir, mit einem Zwischenstopp in irgendeinem weltbekannten Fish & Chips Shop, zurück nach Paihia gefahren. Auch wenn wir morgens noch kritisch waren, was uns so erwarten wird, hat sich der Tag echt gelohnt!

Die Haruru Wasserfälle

Heute sind wir dann auch mal wieder gewandert, zu dem Haruru Fällen. Der 12km lange Wanderweg führte allerdings die meiste Zeit an der Straße entlang. Als wir die Wasserfälle dann sahen, waren sie allerdings kleiner als gedacht, trotzdem hat es Spaß gemacht mal wieder ein bisschen die Gegend zu erkunden.

Der Wanderweg   

 

Wir fahren dann ja am Montag weiter nach Whangarei, da wir dort aber wohl kein Internetzugang haben und danach gleich  weiter zum WWOOFing fahren, wo wir auch kein Internet haben, werde ich die nächsten 3 Wochen wohl leider keinen Blogeintrag hochladen können.

 

Liebe Grüße nach Hause und bis bald!

Dienstag, 24.03.2015

Nur zwei Nächte Auckland

...und weiter geht es!

11 1/2 Stunden Busfahrt warteten auf uns und ich freute mich riesig, schließlich würden ich dann endlich in meiner Lieblingsstadt Auckland sein!

Ok, vielleicht ist das nicht ganz die Wahrheit. Trotzdem kamen wir am Abend in Auckland an und checkten in unser zum Glück nah am Busstop liegendes Hostel ein.

Die Betten wackelten und quietschten mehr als in Napier und sie waren wirklich unbequem. DieLuft in unserem Zimmer wurde trotz dem ständig offenen Fenster auch nicht besser und es war dreckig. Da wir aber noch einiges in Auckland erledigen mussten, bleiben wir zwei Nächte.

Samstag, 21.03.2015

Fährüberfahrt und endlich Wellington

Am nächsten Tag ging es dann schon weiter nach Wellington, unsere Fähre sollte um 10.40 ablegen, das war zumindest geplant! Also liefen wir rechtzeitig beim Hostel los und gingen zum Check-in Schalter, wir wunderten uns ein bisschen, weil der Ferry Terminal so leer war, aber so ungewöhlich ist das ja auch nicht, schließlich waren wir ziemlich früh und die meisten Leute kommen ja eh auf den letzten Drücker. Also gingen wir zum Schalter und erfuhren, dann, dass die Fähre aufgrund der stürmischen See abgesagt wurde, sie hätten auch 90% der Passagier benachrichtigt, aber  wir gehörten anscheint zu den restlichen 10%..

Wir wurden dann also auf die Fähre um 13.15 Uhr umgebucht und bekamen einen gratis Kaffee/Tee. Also hingen wir noch ein paar Stunden im Hafen rum, bis wir schließlich um ca. 13.20Uhr auf die Fähre durften. Ich habe dann natürlich auch noch meine Jacke im Wartebereich vergessen und durfte die Fähre nicht mehr verlassen, doch zum Glück wurde sie mir einige Zeit später von einem Besatzungsmitglied mitgebracht. Eher weniger planmäßig legten wir dann um halb 3 ab. Allerdings konnte man diese Überfahrt nicht mit der letzten vergleichen. Die See war schrecklich unruhig, die Außendecks waren alle gesperrt und die Wellen waren so hoch, dass sie regelmäßig auf Deck 8 an die Fenster schlugen.Wir waren sooo seekrank und froh als wir dann am Abend in  den Hafen von Wellington einliefen. 

Wir hatten extra ein Hostel direkt am Bahnhof gebucht, bzw. bei der Bushaltestelle des Shuttle-Buses, also freuten wir uns, dass wir nach der anstrengenden Fahrt sofort in das zwar unbequeme, aber trotzdem ruhig gelegene Hochbett unseres Zweierzimmers konnten, theoretisch zumindest! Wir gingen also zur Rezeption und sagten unsere Namen, die Antwort lautete:"Two people in a 6 bed-dorm for 3 nights, right?" Nein, wir hatten kein Sechsbettzimmer gebucht und wollten dieses auch nicht nehmen, wenn er noch freies Frühstück drauf legt! Er beteuerte, dass aber leider nichts anderes mehr frei sei. Doch wir bestanden auf unser Zimmer, schlielßch wollten wir ja einfach nur schlafen und zwar nicht in einem stickigen, lauten Zimmer, wo ständig irgendein besoffener mitten in der Nacht aus der Bar ins Bett fällt, sondern in unserem ruhigen Zimmer. Außerdem hätten wir jeden Tag in ein anderes Zimmer umziehen müssen. Also schob er schlussendlich verschiedene Buchungen hin und her und wir durften für alle drei Nächte in eines der Hotelzimmer ziehen, mit Doppelbett, Fernseher und eigenem Bad. Und das alles für nur 30$ die Nacht! 

So konnten wir Wellington dann auch noch einmal in vollen Zügen geniessen, natürlich durfte auch ein weiterer Besuch im Te Papa Museum nicht fehlen!

Donnerstag, 19.03.2015

Auf auf nach Picton

Am nächsten Tag ging es dann um 7 uhr morgens weiter nach Picton, dieses Mal war die Fahrt nur um die 6 Stunden lang und außerdem fuhren wir durch Kaikoura, das heißt wir liefen in der Pause schnell zu Poppy's und kaufen uns jeder eine Iced Chocolate, natürlich war sie trotz des kalten Wetters himmlisch!

Als wir dann in Picton ankamen, holt uns das Hostel vom Busstop ab, was wirklich mal ein toller Luxus ist, schließlich müssen wir so nicht wieder mit unseren mindestens 20kg schweren Rucksäcken das Hostel suchen. Als wir dort ankamen, checken wir ganz normal ein, doch als uns das Zimmer gezeigt wurde, waren wir nicht sonderlich begeistert, es war ein kleines Achtbett-Zimmer, dabei hatten wir ein Viererzimmer gebucht und brauchten nach den langen Busfahrten und einer kurzen Nacht im Christchurcher Partyhostel in unbequemen, quitschenden Betten dringend Schlaf, also beschwerten wir uns. Da nichts anderes frei war, bekamen wir den Wohnwagen vermietet, dieser war echt gemütlich und wir schliefen ziemlich gut!

Mittwoch, 18.03.2015

Busfahrt nach Christchurch

Die Zeit rennt und da uns davon nicht mehr viel überbleibt müssen wir ziemlich schnell ins Northland/ Bay of Islands. Der erste Teil unserer Tour ging dann zurück nach Christchurch, fast 10 Stunden Busfahrt an einem Stück. In Christchurch blieben wir dann auch nur eine Nacht.

Montag, 16.03.2015

Kein Bungy dafür aber Skydiving

Queenstown ist schon wieder einige Zeit her, aber ich hatte bisher leider gar keine Zeit meinen Blog zu aktualisieren, ich hoffe aber, dass ich mich an das wichtigste noch erinnere..

Queenstwon wird von vielen auch als das Mallorca Neuseelands bezeichnet, das heißt, wenn man will ist dies so ziemlich der einzige Ort an dem man auch mal bis 4 Uhr morgens durchfeiern kann. Wir blieben in Queenstown dann vier Nächte, länger hätten wir es dort auch nicht ausgehalten. Es gibt viel zu Essen, viele Actionaktivitäten und ansonsten findet man auch noch viiiiele andere Möglichkeiten um zu viel Geld auszugeben.

Ich habe mich dann nur für Skydiving (Fallschirmspringen) entschieden. Als wir
Freitagabend mit dem Bus ankamen sind wir, nachdem wir im Hostel eingeckeckt haben, noch kurz in die Stadt gegangen. Leider hatte der Skydiveshop bis 10p.m auf und ich habe mich nach zwei Anläufen unüberlegt an den Tresen ges
tellt und gesagt, dass ich Sonntag gerne Skydiven möchte und schon war der 12,000ft (ca. 3.600m) hohe Sprung gebucht.. Sonntagmorgen um kurz 10 Uhr ging es, nach einer kurzen Einweisung, dann los zum Flugplatz, ich konnte mich irgendwie nie so recht entscheiden, ob ich nun An gst vor dem Sprung habe oder nicht. Wir wurden dann in Gruppen aufgeteilt. Irgendwann gingen wir dann in den Ankleideraum und
bekamen unseren Anzug, unser Tandemmaster wurde uns vorgestellt, er gab mir eine kurze Einweisung, wie wir aus dem Flugzeug springen werden und schließlich bekam ich mein Sicherheitsgeschirr angezogen. Wenig später ging es dann schon raus ins Flugzeug, als das wackelige Flugzeug startete war ich schon ein bisschen nervös. Die Landschaft unter mir war atemberaubend, ich hatte aber auch extremes Glück mit dem Wetter. Und irgendwie war meine Angst dann auch verschwunden, das Flugzeug wackelte mir zu sehr und ich empfand es als deutlich sicherer dieses endlich zu verlassen! Also hing ich kurze Zeit später draußen am Flugzeugrand, Mira mein Tandemmaster holte kurz Schwung und wir sprangen!

der Fallschirm geht auf

 

Der freie Fall sollte eigentlich 45 Sekunden lang sein, diese fühlten sich aber an wie 10. Dann ging auch schon der Fallschirm auf und wir flogen langsam in Richtung des  Flugplatzes nach unten, bis wir nach nicht einmal 2 Minuten schon wieder landeten. Der ganze Sprung kam mir so unrealistisch vor, aber wäre es nicht so teuer, dann würde ich auf jeden Fall noch ein paar Mal springen!

Die Landung

 

Ansonsten haben wir in Queenstown noch Karo getroffen, wir gingen zusammen in einen Jahrgang und sie macht auch Work & Travel in Neuseeland, als Phili und ich zufällig am Hafen saßen sah sie uns dort, wir waren sehr überrascht sie dort zu treffen. Zurzeit arbeitet sie in Queenstown in einem Hotel als Housekeeper. Am nächsten Morgen guckte ich gerade aus unserem Zimmerfenster, als Justine (auch aus unserem Jahrgang) vorbei lief, zumindest sah die Person ihr sehr ähnlich, also schreib ich ihr eine SMS und sie war es tatsächlich! Wir trafen uns dann am Nachmittag mit ihr und ihrem Freund in einer Mall. Schade nur, dass niemand Karos Handynummer hatte, sonst hätten wir uns alle zusammen treffen können. Aber eigentlich war das gar kein Problem, Karo kam nämlich kurze Zeit später auf der Suche nach Essen die Rolltreppe runter! Was für ein Zufall, dass wir uns alle vier gleichzeitig in Queenstown treffen!!

Justine, Karo, ich und Phili

 

Viel mehr haben wir dann auch nicht erlebt, wir waren ein bisschen shoppen, haben die wahrscheinlich leckersten Burger der Welt gegessen und auch sonst zu viel Geld ausgegeben.

Fergburger

Freitag, 13.03.2015

Te Anau und Milford Sound

Lake te anauSo langsam werden meine Bloeinträge wieder aktueller! Inzwischen bin ich zwar schon fast in Queenstown, aber unserer letztes Ziel war Te Anau, eine kleine Stadt am „Lake te Anau“.

Sonnenuntergang am Lake te Anau

Pukeko und Takahe

Da es hier zahlreiche schöne Wanderwege gibt haben Phili und ich wieder mit unserenAbendspaziergängen begonnen. Nicht zuletzt auch, weil wir statt dem gebuchten Viererzimmer ein Sechserzimmer bekommen haben und die Luft darin eigentlich immer schlecht ist.

 

Wir laufen also jeden Abend ein paar Stunden um den See und besuchen bei der Gelegenheit auch unseren Kea und die anderen Vögel in ihren Volieren, außerdem ist die Landschaft traumhaft, vor allem wenn die Sonne hinter den Bergen untergeht und den See und den Himmel rot färbt. Blöderweise vergessen wir daraufhin auch gerne mal die Zeit und müssen dann im Dunkeln den Weg zurück zum Hostel suchen.

Wildgänse Unser Kea

Jetzt ist Phili noch kleiner

Für Mittwoch war dann ein Tagestrip zum Milford Sound geplant, zwei Jungs aus unserem Zimmer waren Dienstag dort und hatten eher kein Glück mit dem Wetter, es war ziemlich bewölkt, doch normalerweise regnet es dort 200 Tage im Jahr, keine sonderlich gute Voraussetzung. Doch wir hatten natürlich mal wieder Glück, wie bisher eigentlich immer, außer vielleicht beim Tongariro Crossing. Morgens war es noch ziemlich bewölkt und grau, aber als wir schließlich nach ca. 120km Busfahrt im Hafen beim Milford Sound ankamen schien die Sonne. Ich glaube ich habe noch nie eine so unglaubliche Landschaft gesehen: Das Meer glitzerte in der Sonne und war umgeben von riesigen grünen Bergen, teilweise sah man Schneebedeckte Bergspitzen und Gletscher durch diese hindurch oder es ragten Felsen hinter ihnen hervor. Die vielen kleinen und großen Wasserfälle leuchteten in der Sonne und es entstanden Regenbögen. Leider ist die ganze Landschaft überhaupt nicht mit der Kamera einzufangen und die Fotos sind, im  Vergleich zum Original, eher enttäuschend. Zum Glück rannten die Leute sofort alle nach vorne an die Reling sodass wir in Ruhe hinten sitzen konnten und keiner uns die Aussicht versperrte, wir dachten uns, dass wir das was die anderen jetzt sehen, auch genauso gut auf dem Rückweg bewundern konnten und genauso kam es dann auch. Auf dem Rückweg hatten wir wieder einen unglaublichen Ausblick, während die meisten anderen vorne drängelten, um den Ausblick den wir auf dem Hinweg schon hatten zu bewundern. Die Bootstour dauerte leider nur 1 ½ Stunden und viel zu schnell verging die Zeit.

Milford sound

 

  

Auf dem Rückweg hielten wir dann auch noch an vielen schönen Orten an, liefen durch den Regenwald oder füllten unsere Wasserflaschen am Fluss auf, es schmeckte tausend Mal besser als das Leitungswasser im Hostel. In Neuseeland es das Trinken aus offenen Gewässern trotz der hervorragenden Wasserqualität meist nicht möglich, da meist irgendeine gefährliche Alge das Wasser untrinkbar macht. Auch sahen wir noch einige Wasserfälle und der Busfahrer redete ununterbrochen und versorgte uns mit allen möglichen Informationen, als er alles über den Fjordland Nationalpark berichtet hatte erzählte er uns alles möglich über ganz Neuseeland, das meiste habe ich habe ich allerdings schon wieder vergessen oder verschlafen, im Sechsbettzimmer bekommt man nämlich noch weniger Schlaf als normalerweise.

Wasser auffüllen im Fluß   

Gestern waren wir dann noch in den „Glowworm-Caves“, leider waren dort Fotos verboten, aber es wäre sowieso nicht möglich gewesen das alles in Bilder zu fassen. Gegen 5.45pm fuhren wir mit dem Katamaran zu den Höhlen und dann zeigte man uns zuerst einige Fotos von ihnen, ehrlichgesagt sind es ziemlich glibberige, schleimige Würmer, welche an den Höhlendecken hängen und mit ihren Schleimfäden andere Insekten fangen, dies tun sie ca. 11 Monate und verwandeln sich dann für 1-4 Tage in ein Fliegetier, dann sterben sie. Als ich sie so gesehen habe, war ich nicht sooo begeistert gleich mit dem Boot durch die Höhle zu fahren. Doch dann betraten wir die Höhle, die war einfach atemberaubend, an der Decke befanden sich tausende von Glühwürmchen, welche blau-grün leuchteten, und unter uns befand sich ein reisender Fluss, zwischendurch kamen wir auch noch an einigen Wasserfällen vorbei. Als wir dann beim Boot ankamen, machte unser Guide das komplette Licht aus und am Anfang war es ziemlich unheimlich, wir konnten wirklich gar nichts sehen, nur die Millionen kleinen Lichter über uns leuchteten. Die Fahrt an sich war dann vielleicht 10-15 Minuten lang, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt!!

Nun geht es also schon weiter, nach Queenstown, mal sehen was wir dort so machen, auf jeden Fall kein Bungy Jumping!!

Bis Bald und liebe Grüße nach Deutschland!

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